Immer diese Gen Z

Heute hatte ich mit Kollegen eine Diskussion rund um die "neue Generation", die in die Arbeitswelt kommt. Die Herausforderung als Manager ist, wie soll man mit Menschen umgehen, die noch nicht viel Arbeitserfahrung mitbringen, noch nicht lange in der Firma sind, aber wissen, dass sie viel Potenzial haben und schnell Resultate in Form von Beförderungen sehen wollen. Schließlich sind sie ja "High Potentials"....wer möchte nicht gerne ein High Potential sein? Woher kommt diese Ungeduld? Simon Sinek hat es mal folgendermaßen beschrieben, die Mitarbeiter sehen den Gipfel, den sie erklimmen möchten. Sie können den Gipfel sehen, aber sie sehen nicht den Weg dorthin. In der Arbeitswelt reicht es, in der Regel, nicht aus, dass man ein hohes Potential hat. Es geht darum, dass man auch konsistent über einen längeren Zeitraum eine hohe Performance zeigt. Die Performance bezieht sich auf die Aufgaben, die man heute im Hier und Jetzt zu erfüllen hat. Man muss erstmal sehen, dass die Person in der Lage ist, die ihr übertragenen Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit langfristig auszufüllen. Das Potential bezieht sich auf eine Aufgabe mit höherer Komplexität, die man in der Zukunft ausfüllen könnte. Die Beförderung, sofern es eine gibt, gibt es für Personen, die High Performer UND High Potential sind. Es müssen beide erfüllt sein. Es wäre Unsinn einen High Performer zu befördern, wenn diese Person gar nicht das Potential dafür hätte. Umgekehrt, eine Person zu befördern, die noch nicht in ausreichendem Maße Performance über einen längeren Zeitraum gezeigt hat, ist auch ein Risiko. Und was ist das für ein Bild, das man Kolleg:innen damit vermittelt? Einmal erfolgreich zu sein ist Glückssache, für langfristigen Erfolg braucht man Können, und das muss man erstmal zeigen.

11/26/20241 min read